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Mediation

Unsere Kollegin Ulrike Grigull-Kemper ist seit 2010 nach einjähriger zertifizierter Zusatzausbildung Mediatorin. Sie berät Sie gerne in allen Fragen rund um die Mediation, auch im Zusammenhang mit Wirtschaftsmediation und der Implementierung von Konfliktmanagementsystemen in Unternehmen als Instrument der Organisationsentwicklung.

Was ist Mediation?

Die Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur außergerichtlichen Klärung emotional belastender Themen. Die Konfliktparteien erhalten unter der professionellen Vermittlung eines neutralen Dritten – der Mediatorin –  die Chance, die  Hintergründe des bestehenden Konflikts deutlich zu machen, die eigene Sichtweise und Position darzulegen und so gegenseitiges Verständnis zu ermöglichen. Mediation ist eine gewaltfreie Methode, weil es aufgrund des Verfahrens und der Haltung des Mediators Druck, Zwang und verbale Gewalt in Form von Schuldzuweisungen, Anklagen und Vorwürfen durch eine wertschätzende Streitkultur ersetzt.

Ziel des Verfahrens ist es, gemeinsam eine tragfähige Lösung für den Konflikt zu erarbeiten, die für beide Parteien ein Gewinn darstellt (Win-Win-Lösung).

Das Verfahren kann als Zwei- und auch als Mehrparteienmediation durchgeführt werden und basiert auf Freiwilligkeit.

Phasen des Mediationsverfahrens

  1. Einen sicheren Rahmen schaffen durch Vereinbarung von Gesprächsregeln und Vertraulichkeit
  2. Darstellung des Konfliktes aus Sicht der Beteiligten
  • Herausarbeiten der hinter den vertretenen Positionen stehenden Motive, Interessen und Anliegen der Beteiligten
  1. Entwickeln und erarbeiten von Lösungsideen
  2. Verhandeln der Lösungsideen und schriftliche Formulierung und Vereinbarung einer konkreten Lösung durch die Beteiligten

Vorteile und Nutzen der Mediation

  • Das Mediationsverfahren ist ein unbürokratisches Verfahren und kann zeitnah durchgeführt werden. Dadurch entstehen keine Verluste durch zeitintensive Gerichtsverfahren mit ungewissem und/oder unbefriedigendem Ausgang.
  • Im Gegensatz zur Durchführung eines gerichtlichen Verfahrens sind die Kosten für die Durchführung der Mediation kalkulierbar und überschaubar. Im Rahmen einer Wirtschaftmediation können die durch den Konflikt entstandenen mittelbaren und unmittelbaren Schäden, z.B. innerhalb eines Unternehmens, minimiert werden.

Neben den rein wirtschaftlichen Vorteilen ist die Durchführung eines Mediationsverfahren für die einzelnen Beteiligten von großem zusätzlichen Nutzen. Insbesondere im Rahmen einer Wirtschaftsmediation ist die Konfliktbearbeitung und Konfliktklärung für das Unternehmen mit einem spürbaren Nutzen verbunden. Eine Wirtschaftsmediation findet statt bei Streitigkeiten innerhalb der Geschäftsführung, Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung, Konflikten zwischen Mitarbeitern und Führungskraft, Ziel- und Kompetenzkonflikten in Teams oder Projektgruppen, Konflikten in Changeprozessen oder auch bei Konflikten zwischen Unternehmen und Kunden. Sie alle  führen zu Verlusten von Produktivität und zu Umsatzeinbußen.

Der Klärungsprozess wirkt sich positiv auf Motivation und Kooperationsbereitschaft der Mitarbeiter aus, da die Mediation die Chance auf eine zukünftige konstruktive Zusammenarbeit auf der Sach- und Beziehungsebene bietet. Die Klärung der Konflikte im Rahmen einer Mediation ist erfahrungsgemäß die Grundlage dafür, dass die vereinbarten Maßnahmen durch die Beteiligten erfolgreich umgesetzt werden. Gleichzeitig ist der Boden für eine weitere zukünftige Zusammenarbeit bereitet.